Monheim rechnet weiter mit starken Gewerbesteuern
Monheim – Die Stadt plant ihren Haushalt für 2026. Und eine Zahl sticht heraus: 150 Millionen Euro Gewerbesteuer.
Im Entwurf für den Haushalt 2026 rechnet Monheim laut Stadt vorsichtig mit 150 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen. Für 2027 werden 160 Millionen Euro erwartet. Grundlage sind laut Stadt die aktuell ansässigen Unternehmen sowie zwei neue Gewerbeansiedlungen.
Das ist mehr als eine Haushaltszahl.
Es zeigt, wie eng Monheims Stadtentwicklung mit dem Business-Standort verbunden ist.
Wo Unternehmen wachsen, wächst auch der Spielraum einer Stadt.
2025 läuft besser als geplant
Auch das laufende Jahr entwickelt sich laut Stadt besser als zunächst erwartet. Statt der ursprünglich geplanten 137 Millionen Euro Gewerbesteuer werden für 2025 nun voraussichtlich 167 Millionen Euro erzielt. Das Jahresergebnis habe sich dadurch um rund 10 Millionen Euro verbessert.
Für Monheim ist das wichtig, weil die Stadt viele große Projekte, Leistungen und Investitionen über ihre Einnahmen absichert. Gewerbesteuer ist dabei einer der zentralen Faktoren.
Belegbar ist: Die Stadt selbst spricht in ihrem Haushaltsentwurf von einer besseren Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen als erwartet.
Seit 2012: 3,16 Milliarden Euro Gewerbesteuer
Die Dimension wird noch klarer, wenn man auf die vergangenen Jahre schaut.
Seit Beginn der Steuerpolitik im Jahr 2012 hat Monheim laut Stadt rund 3,16 Milliarden Euro an Gewerbesteuereinnahmen erzielt. Davon flossen etwa 2,36 Milliarden Euro über Umlagen an Kreis, Land und Bund. Rund 800 Millionen Euro verblieben in der Stadt, davon 412 Millionen Euro in Rücklagen.
Diese Zahlen zeigen: Monheim ist kein kleiner Nebenschauplatz, wenn es um kommunale Wirtschaftspolitik geht.
Der Standort hat über Jahre Einnahmen aufgebaut, die direkt mit Unternehmen, Ansiedlungen und Gewerbesteuer zusammenhängen.
Investitionen bleiben hoch
Trotz geplanter Einsparungen will Monheim weiter investieren.
Für 2026 sind laut Haushaltsentwurf Investitionen von rund 270 Millionen Euro vorgesehen. Die Stadt nennt als Schwerpunkte unter anderem Kinder und Jugend, Infrastruktur und Zukunftsbereiche. Fast ein Fünftel aller Investitionen soll in Schulen, Kitas, Spiel- und Sportstätten fließen.
Für RHEINDROP ist das Business-relevant, weil Standortqualität nicht nur aus Büroflächen besteht.
Unternehmen achten auch auf Infrastruktur, Familienfreundlichkeit, Schulen, Mobilität, Freizeit und Lebensqualität. Genau diese Faktoren tauchen auch in den Statements mehrerer Monheimer Unternehmen auf: Genannt werden unter anderem Infrastruktur, kurze Wege, moderne Arbeitswelten, Familienfreundlichkeit und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.
Große Unternehmen setzen auf Monheim
Monheim verweist auf seiner Wirtschaftsseite auf eine Reihe großer und mittelständischer Unternehmen am Standort. Genannt werden unter anderem Bayer, BASF, Henkel, Eplan, Goldbeck, Jenoptik, Merkur Spielbank, UPS, Ecolab, OQ und UCB.
In den Unternehmensstatements wird deutlich, warum der Standort für viele Firmen interessant ist: zentrale Lage, Infrastruktur, Glasfaser, kurze Wege zur Verwaltung, Entwicklungsperspektiven und die Verbindung aus Arbeiten und Leben.
Besonders sichtbar ist das bei großen Projekten. Bayer Crop Science nennt beispielsweise eine Investition von 220 Millionen Euro in einen neuen Gebäudekomplex mit Laboren, Gewächshaus und Büros am Standort Monheim. Goldbeck spricht von einem neuen Bürogebäude direkt am Rhein mit Raum für über 400 Kolleginnen und Kollegen.
Was man daraus nicht machen darf
Wichtig: Aus den Haushaltszahlen allein lässt sich nicht ableiten, dass jedes Unternehmen in Monheim wächst oder dass jede Ansiedlung automatisch neue Arbeitsplätze bringt.
Belegbar ist aber: Die Stadt rechnet für 2026 mit hohen Gewerbesteuereinnahmen, verweist auf aktuelle Unternehmen und neue Ansiedlungen und plant weiterhin hohe Investitionen.
Alles Weitere wäre Einordnung.
Und die Einordnung lautet: Monheim bleibt wirtschaftlich stark vom Unternehmensstandort geprägt.
RHEINDROP-Fazit
Der Haushaltsentwurf 2026 zeigt, wie zentral Business für Monheim ist.
150 Millionen Euro Gewerbesteuer sind für 2026 eingeplant. 160 Millionen Euro werden für 2027 erwartet. Seit 2012 hat die Stadt laut eigenen Angaben rund 3,16 Milliarden Euro an Gewerbesteuereinnahmen erzielt.
Für RHEINDROP ist das ein klarer Business-Drop: Monheim finanziert Stadtentwicklung, Infrastruktur und Zukunftsprojekte stark über seinen Wirtschaftsstandort.
Oder anders gesagt: Wer verstehen will, warum sich in Monheim so viel bewegt, muss verstehen, wie wichtig Unternehmen für diese Stadt sind.
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